Baubiologie
Was ist Baubiologie?
Das Haus bzw. die Wohnung sind als Bauorganismus zu betrachten. Dritte Haut des Menschen ist ebenfalls eine zutreffende, anschauliche Bezeichnung. Damit kommt zum Ausdruck, wie eng wir mit dieser nächsten Umwelt verflochten und wie sehr wir allseitig abhängig von ihr sind.
Definitionsgemäß ist Baubiologie die Lehre von den ganzheitlichen Beziehungen zwischen den Menschen und ihrer Wohn-Umwelt.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf "ganzheitlich". Nur bei umfassender, integraler Zusammenführung und Anwendung aller einschlägigen Erkenntnisse lassen sich die bestehenden Probleme lösen.
25 Grundregeln der Baubiologie
- Bauplatz ohne natürliche und künstliche Störungen
- Wohnhäuser abseits von Emissions- und Lärmquellen
- Dezentralisierte, lockere Bauweise in durchgrünten Siedlungen
- Wohnung und Siedlung individuell, naturverbunden, menschenwürdig und familiengerecht
- Keine sozialen Folgelasten verursachend
- Baustoffe natürlich und unverfälscht
- Natürliche Regulierung der Raumluftfeuchte unter Verwendung feuchteausgleichender Materialien
- Geringe und rasch abklingende Neubaufeuchte
- Ausgewogenes Maß von Wärmedämmung und Wärmespeicherung
- Optimale Oberflächen- und Raumlufttemperaturen
- Gute Luftqualität durch natürlichen Luftwechsel
- Strahlungswärme zur Beheizung
- Naturgemäße Licht-, Beleuchtungs- und Farbverhältnisse
- Das natürliche Strahlungsumfeld wenig verändernd
- Ohne Ausbreitung elektromagnetischer Felder und Funkwellen
- Verwendung von Baustoffen mit geringer Radioaktivität
- Orientierung des Schall- und Vibrationsschutzes am Menschen
- Geruchsneutral oder angenehmer Geruch ohne Abgabe von Giftstoffen
- Weitgehende Reduzierung von Pilzen, Bakterien, Staub und Allergenen
- Bestmögliche Trinkwasserqualität
- Zu keinen Umweltproblemen führend
- Minimierung des Energieverbrauchs unter weitgehender Nutzung regenerativer Energiequellen
- Baustoffe bevorzugt aus der Region, den Raubbau an knappen und risikoreichen Rohstoffen nicht fördernd
- Anwendung physiologischer und ergonomischer Erkenntnisse zur Raumgestaltung und Einrichtung
25. Berücksichtigung harmonikaler Maße, Proportionen und Formen
|